Tolles Found Footage-Video zu Gabriel Whites letztjähriger Single »Over Time In Time«. Das Super 8-Material stammt aus den Derek Jarman-Filmen »Glitterbug« und »Psychic Rally In Heaven«. Seit Januar ist via Amdiscs auch das absolut hörenswerte Solodebüt des Yung Life-Mitglieds zu haben. Absolute Hörempfehlung.
Musik und Essen – eine Kombination die mit Blick auf die zahlreichen Restaurants diverser Clubs längst keinen Gegensatz mehr darstellt, in publizistischer Form aber dennoch seltener zueinander findet. Nicht so bei Julien Love aus Brisbane, Australien. Auf dem Blog des DJs und Produzenten findet man neben grandiosen Disco-Edits und Podcasts auch Rezepte für exotische Gerichte wie Guyanese Pepper Pot, Cubano Black Beans oder Seekh Kebab. Komplettiert wird das Menü von angenehm obskuren Found Footage-Clips zu seinen Tracks, die man auf dem YouTube-Channel des »Kebabiman« findet. Seine Freizeit verbringt er angeblich mit Einhorn-Ausritten und der eigenen Wurstproduktion. Na dann: Guten Appetit!
Das fantastische Debüt von Alec Koone alias Balam Acab liegt nun schon wieder ein halbes Jahr zurück, da kommen zwei unveröffentlichte Songs eigentlich gerade recht. Via Twitter teilte Koone die beiden Titel mit der Gemeinde. Zu hören bekommt man den düster-organischen Signatur-Sound, für den man den jungen Produzenten schon längst lieb gewonnen hat.
»Aesthetics, Innovation & Tradition« lautet die Agenda der dritten Ausgabe aus der Critical Beats-Reihe, die sich in regelmäßigen Paneldiskussionen verschiedenen Aspekten der elektronischen Musik und Club-Kultur nähert. Zu Gast sind Simon Reynolds, Joe Muggs und Lisa Blanning, die Moderation übernimmt Steve Goodmann alias Kode9 (Foto).
Nachdem Black Dice ihrem neuen Album bereits einen ersten Vorboten voraus geschickt haben, folgt mit »Pinball Wizard« nun ein zweiter Appetizer: »Pinball Wizard«. »Mr. Impossible« erscheint hierzulande am 6. April via Domino Records / Goodtogo.
Woods melden sich mit einem neuen Titel ihrer anstehenden Split-LP mit Amps For Christ zurück, die am 16. April auf CD und am 1. Mai auf Vinyl erscheinen wird. Jeweils vier Songs steuern die Band jeweils bei. »Wind Was The Vine« gibt es bei Pitchfork zu hören…
Joasihno kombinieren Melodien aus dem Reich unter der Bettdecke mit vertrackten Rhythmus-Figuren. 2011 erschien das Debütalbum »We Say: Oh Well«. Live wächst das Solo-Projekt des gelernten Schlagzeugers Cico Beck zum Duo an. Am Rande einer Support-Tour für Youth Lagoon sprach Sebastian Witte mit der Band.
Ihr seid zuletzt mit The Notwist auf Tour gewesen. Waren die Weilheimer für eure Musik schon vor der Tour ein Einfluss?
Cico: Vorher hab ich die nie gehört. Im Nachhinein bin ich aber sehr angetan von denen. Live sind sie echt der Knaller. Außerdem finde ich diese unaufgeregte Art, wie sie an Musik herangehen, toll. Denen geht es echt nur um die Musik und nicht um das Drumherum.
Nico: Ich war schon vorher Notwist-Fan und bin auch als Fan mitgefahren.
Euer Sound gleicht The Notwist manchmal schon ein wenig. Sind dir im Nachhinein Parallelen aufgefallen, Cico?
Cico: Gerade der Song »This Room« ist in seiner Expressivität sehr gut und zu vergleichen mit einem Joasihno-Stück wie »Secret Eye«. Prinzipiell haben wir Lust, mehr davon zu machen, was in so eine Richtung geht.
Ein großer Einfluss auf Joasihno ist eine Reise nach Afrika, die du gemacht hast.
Cico: Ja, ich mag seitdem diese afrikanischen Rhythmen. Da ist ja z.B. ein 5/4-Takt keine Seltenheit. Solche Sachen hört man auch oft bei Joasihno und ich verstehe immer mehr, wie diese Rhythmen funktionieren. Außerdem mag ich afrikanische Popmusik, die ja teilweise sehr ungewöhnlich klingt in unseren westlichen Ohren. Ich habe für die Platte außerdem ein paar afrikanische Trommeln benutzt, die ich von dort mitgebracht habe. Gerade spiele ich viel Tabla. Ich fahre bald nach Indien und hab mir schon vorgenommen, da einen Tabla-Kurs mitzumachen. Vielleicht ist das was für das nächste Album.
Cico, du hast das Projekt Joasihno allein gestartet und auch das Debütalbum allein aufgenommen. Jetzt spielst du schon seit 1 ½ Jahre zusammen mit Schlagzeuger Nico. Seht ihr euch jetzt als Band?
Cico: Ja schon. Ich möchte auch ein bisschen weg kommen davon, alles loopen zu wollen, was ich ja alleine mache bzw. gemacht habe. Obwohl ich dieses repetitive Element auch sehr mag. Ich hab aber schon das Gefühl, dass wir zu zweit gut zusammen spielen und eine Band sind.
Nico: Ich spiele auf dem Schlagzeug ja auch nicht eins zu eins Cicos programmierte Beats nach. Wir haben uns da zu zweit schon neue Sachen ausgedacht, die so nicht auf dem Album zu hören sind.
Wie waren denn überhaupt die Reaktionen nach dem Erscheinen deines Debütalbums?
Cico: Ich bin schon zufrieden mit den Reaktionen. Habe nicht viel erwartet im Voraus. Live kommen ja eh meistens die Leute nach dem Konzert, denen es auch gefallen hat. Von der Presse gab’s auch viel positives Feedback. Es gab nur einen Verriss.
Von wem?
Cico: Die Vice mochte den Albumtitel nicht und die meinten, das wäre Jammermusik, die sich unter der Bettdecke versteckt. Das hat mich jetzt nicht so getroffen. Hätte es nur besser gefunden, wenn mir das so jemand wirklich ins Gesicht sagen kann. Dann hätte ich gern mit ihm drüber gesprochen und vielleicht auch ein paar Sachen erklären können.
Habt ihr schon angefangen, Lieder für ein zweites Album zu schreiben?
Cico: Ja, wir spielen einen neuen Song auch schon live. Wir möchten das neue Album live erarbeiten und testen. Außerdem habe ich mir viel Musik besorgt die ich grade höre. Z.B. Moondog, Dustin Wong von Ponytail und Youth Lagoon, mit denen wir ein paar Konzerte spielen.
Nico: Die Youth Lagoon-Platte habe ich auch schon rauf und runter gehört. Bin gespannt auf die beiden. Sie spielen heute Abend ihr erstes Deutschland-Konzert.
Verrauschter Hypnagogic-Hop von Francois Boulanger alias Ssaliva, erschienen beim Brüsseler Label Vlek Records. Das neue Video greift die vernebelte Lethargie von »Mental Ray« recht treffend auf, auch wenn es sich wie so viele andere an die VHS-Artefakte vergangener Zeiten schmiegt… (Via Visitation Rites)
Die in Providence, Rhode Island ansässigen Noise-Berserker Lightning Bolt erfreuen ihre Anhängerschaft in diesen Tagen mit einer 20-minütigen Jam-Session aus dem »Hillarious Attic«, der Höhle des Duos, wie es auf der Bandcamp-Seite heißt. »I Found A Ring In My Ear« wurde ohne Nachbearbeitung oder anderen Schnickschnack auf den Tascam 420 Vierspurrekorder gebannt. Wer die 20 Minuten durchsteht wird definitiv belohnt, denn aus dem grobkörnigen Free-Math-Gegniedel schälen sich immer wieder erstklassige Melodielinien.