9. September 2011 von Philip Fassing

Patrick Tobin
Foto: Patrick Tobin

Nach einem kurzen Aussetzer steht nun die dritte Ausgabe des Podcasts zum Download bereit. Darauf findet man wie gewohnt die hörenswertesten Downloads der letzten Wochen und diesmal insbesondere eine Menge Vorboten zu anstehenden Veröffentlichungen. Zum Download geht’s hier entlang, die Tracklist liest sich folgendermaßen:

1. Mark McGuire – Get Lost
2. Kurt Vile – The Creature
3. Sic Alps – Breadhead
4. The Soft Moon – Total Decay
5. Sleep ∞ Over – Casual Diamond
6. Blouse – Videotapes
7. HEALTH – Goth Star (Pictureplane Cover)
8. Purity Ring – Belispeak
9. Toro Y Moi – All Alone
10. Oneohtrix Point Never – Sleep Dealer
11. How To Dress Well – Suicide Dream 2(Holy Other Rmx)

9. Mai 2011 von Philipp Jedicke

Kurt Vile

Köln, King Georg, 08.05.2011

Foto: Philipp Jedicke

Ein Sonntagabend in Köln, nach dem bisher heißesten Tag des Jahres. Nicht die besten Voraussetzungen für einen Gig. Aber der exzellente Ruf von Kurt Vile und seinen Violators lockt dann doch so viele Neugierige aus den Parks und von den Plätzen ins King Georg, dass man getrost von ausverkauft sprechen kann. Und schnell stellt sich heraus, dass die Entscheidung gegen das nächste Kioskbier und für den Mann aus Philly die richtige war: Vier sympathisch-verpeilte Zottel zelebrieren hier einen Tanz um den Totempfahl Rock, als wären Neil Young und Crazy Horse in sie gefahren. Drei Gitarren, kein Bass, aber ein Drummer, der sein Instrument mit Rassel, Händen, Paukenschlägel und Sticks bearbeitet, als wäre es sein letzter Auftritt vor dem Ritt in die ewigen Jagdgründe.  Leider ist Viles Stimme im ersten Teil des Sets oft nur zu erahnen, doch das wabernde, stets nahtlos in sich greifende Spiel von ihm und seinen beiden Lead-Gitarristen wiegt die Lücken im Gesang auf.

Im Universum des Kurt Vile fehlen ohnehin die großen Hits, seine Songs leben von starken Momenten: Wenn sich die drei Gitarren gegenseitig hochschrauben, bis Jesse Trbovich in einem Wall of Sound seine Mähne schüttelt, oder Vile bei der Akustik-Ballade „Peeping Tomboy“ immer wieder die kurze Pause wirken lässt, bevor er erneut mit seinem filigranen Lick einsetzt, dann braucht es keine Faust in der Luft. Dann nickt die kreisrund versammelte Gemeinde im Takt, mit einem Lächeln im Gesicht. Entsprechend wird auf Showeinlagen verzichtet, Vile versteckt sich lieber hinter seiner Haarwand und lässt bis auf ein bübisches Grinsen und ein wiederholtes „You are beautiful! Both physically and spiritually!“ die Musik sprechen. Was hier stattfindet, ist die gelungene Kombination aus Cinemascope-Rock und Lo-Fi. Der perfekte Sound für den Sonntagabend eben.

25. Februar 2011 von Philip Fassing

Kurt Vile

Am vierten März veröffentlicht Kurt Vile sein viertes Studioalbum “Smoke Ring For My Halo”. Sonic Youth-Mami Kim Gordon ist bereits bekennender Fan von dem sympathisch verwehten Songwriting des 30-jährigen und das wird sich mit Viles zweitem Album auf Matador sicher nicht ändern. Der aus Philadelphia stammende Gitarrist transportiert die Elemente des klassisch-amerikanischen Rock-Kanons mit einer verblüffenden Nachlässigkeit in gelassene Folk-Pop-Nummern. Passenderweise ist Vile zurzeit mit J. Mascis auf Nordamerika-Tour, der am 18. März ebenfalls sein hervorragendes Solo-Akustikalbum “Several Shades of Why” veröffentlichen wird. Hier gibts den ersten Song von “Smoking Ring For My Halo” als Download und Stream: